szmmctag

Archiv der Einträge: September, 2011
  • Überraschend


    Fisher - Wish you were here

  • Summertime...

    _MG_1058

    Ich mag diese Mischung aus Sommerwetter und fallendem Herbstlaub, goldenem Licht und dem Gesang der ersten Gänse, die gen Süden ziehen, dem Duft nach Holzfeuern in der Luft. Alles klingt und duftet nach Herbst, aber es fühlt sich noch immer an wie Sommer. Spätsommer. Was für eine fantastische Jahreszeit...

  • Soundtrack of the day.

    BOY - Little Numbers
    Per Mail von einer Freundin. Passt. Perfekt

  • Shortlist

    Alles Dinge, die möglicherweise andeuten, dass ich gerade zu viel arbeite

    1. Mein Frühstück besteht aus zwei vierfach-Espresso und einer Kopfschmerztablette

    2. Ich fühle mich danach tatsächlich besser

    3. Maus funktioniert nicht. Schüttle Maus. Knalle Maus auf Tisch. Fluche unflätig.

    4. Stelle fest, dass ich einen Apfel in der Hand halte. Maus liegt gleich daneben.

    5. Meine Augenschatten sind gigantisch.

    6. Die Pandas bei Hagenbeck stellen spontan einen Adoptionsantrag.

    7. Have yourself a merry little Christmas ist mein Soundtrack für Mitte September.

    8. Ich bin jetzt schon praktisch durch mit Weihnachten.

    9. Ich denke Äpfelchen - Zett, wenn ein Süßstoff zuviel in den Kaffee fällt.

    10. Und bin schwer erschüttert, weil nichts passiert.

  • Am Ende des Sommers

    Eine knappe Woche nachdem wir wieder im Hamburger Frühwinter angekommen sind, beschäftige ich mich also mit der Evolutionstheorie - und mit der Frage, wie man etwas so Absurdes einem Fünfjährigen erklärt. Für einen Moment liebäugele ich mit der Schöpfungsgeschichte, dann atme ich tief durch. Und scheitere kläglich, versteht sich von selbst. Dreihundertmillionen Jahre, bitteschön.

    Ansonsten lässt sich das wahre Leben nach unserem kleinen Ausflug in den Sommer etwas hektisch an und die Erinnerungen verblassen wie alte Polaroid Fotos.

    Weißt Du noch, fragt das Kind, als wir im Restaurant rausgeschmissen worden sind? Weiß ich noch, Spätzchen, das war in dem kleinen Bistro mit den Papiertischdecken, wo wir nicht sitzen und etwas trinken durften, wenn nicht jeder von uns etwas essen wollte. Und weißt Du noch, wie der kleine Frosch plötzlich auf Papas Schulter saß, als wir eines Tages im Pool geschwommen sind? Oder wie wir die Sternschnuppen gesehen haben? (Nur aus dem Augenwinkel, korrigiert das Kind gutgelaunt) Oder wie wir das Wespennest entdeckt haben? Erinnerst du Dich, wie ich Nachts plötzlich ein leises Kribbeln auf meinem Oberschenkel gespürt habe?

    Unter uns, das ist eine fabelhafte Geschichte. Im Halbschlaf erlebt man ja so allerlei seltsames Zeug. Ich meine, da ist dieser Moment zwischen schlafen und nicht schlafen, in dem ich manchmal die Rätsel der Welt löse. Ich werde praktisch hellsichtig und unglaublich klug und das natürlich gleichzeitig. Ich verstehe dann, warum Jesus am Kreuz sterben musste und was das mit der Vergebung der Sünden auf sich hat. Ich erfasse mathematische Probleme, begreife sie und finde mühelos eine perfekte Lösung. (Und das allein gleicht schon einem Wunder biblischen Ausmaßes. Die Wein- und Wassergeschichte ist jedenfalls ein Witz dagegen) Philosophische oder Sprachhistorische Fragen, knifflige Schnittmuster, die großen Fragen der Menschheit oder ein vollkommen verdorbenes Layout. Plötzlich fallen alle Teile an ihren Platz und ergeben einen Sinn. Für ungefähr sechsundzwanzig Sekunden, dann bin ich eingeschlafen und am nächsten Morgen erinnere ich mich an absolut gar nichts. Wo war ich? Ach ja, im Halbschlaf.

    Ungeduldig ziehe ich das Leinentuch fester um mein Hinterteil und das Kribbeln ist augenblicklich verschwunden. Natürlich, das Laken. Wenn es nicht die Matratze oder das Kopfkissen ist, ist es immer das Laken. Zu viel Wäschestärke, oder so. Ich unterdrücke ein Gähnen und versuche eine bequemere Position zu finden. Einen Wimpernschlag später habe ich das Betttuch in einer einzigen Bewegung auf den Boden geworfen, in der rechten Hand halte ich die Taschenlampe und aus der linken blinzeln mich zwei glänzende schwarze Augen an. Armes Ding, denke ich und betrachte voller Mitgefühl, wie das Herz in seiner kleinen Brust aufgeregt pocht.

    Vorsichtig trage ich die winzig kleine Eidechse ins Wohnzimmer und lasse sie dort auf dem Steinfußboden laufen. Für diese Nacht haben wir beide genug erlebt, finde ich, schüttle verwundert den Kopf und taste mich zurück ins Bett. Am nächsten Tag wird das Kind herausfinden, dass kleine Eidechsen ihre Schwänze abwerfen können, wenn man sie aus Versehen ordentlich erschreckt und ich werde irgendetwas von ausgleichender Gerechtigkeit murmeln, aber das ist eine andere Geschichte.

    Und dann gibt es noch ein paar Bilder von Wanderungen in den Bergen, Bilder von einem kleinen Jungen, der über eine Stunde lang ehrfürchtig flüsternd durch eine Kirche wandert und dem Audio-Guide an seinem Ohr lauscht, Bilder von Olivenbäumen und Ziegen, Bilder von Salzwasser in den Augen und dem Abendwind, der nach Holzfeuer duftet. Alles verblasst ein wenig, in der ersten Woche nach dem Sommer.

    Wir tauchen wieder in den Alltag ein und schon nach wenigen Tagen gibt es ein Gespräch, das vieles verändern kann und das mich ein paar Tage lang praktisch über dem Boden schweben und große Pläne schmieden lässt. Viele gute Nachrichten warten zu Hause auf uns und ein paar ziemlich miese. Während die Urlaubsbilder also schon anfangen zu verblassen, erwacht das wirkliche Leben langsam aus der Lethargie des Sommers.

  • Elementarfragen

    Mama? Als noch gar keiner auf der Welt war, noch gar kein Mensch -
    wer hat die denn dann gebrütet?

  • Summerpostcard [6]

    Summerpostcard VI

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