szmmctag

Archiv der Einträge: Oktober, 2010
  • Stichelei

    Bettwäsche

    Fast vierzehn Meter Stoff, vier Meter Zickzackband und einer von zwei Deckenbezügen denn ich komplett wieder aufgeschnitten habe. Macht viele, viele Stunden an der Nähmaschine - und große Freude, wenn man darin liegt. Leider nicht mit im Bild: der dekadent schokoladige Schokoladenkuchen mit der Karamellfüllung und der Schokoladencreme drumherum und die magisch schönen Vanillacupcakes mit dem Himbeer-Cheesecake-Frosting in leuchtendem Pink und den kandierten Limettenschalen darauf. Mit Silberglitzersträuseln, aber das nur nebenbei. Die müssen Sie sich jetzt eben vorstellen.

  • Schnappschuss

    Wenn ich das Kindlein am Nachmittag vom Kindergarten abhole und es dann plötzlich und ganz und gar unvermittelt ausflippt, wenn ich es dann auf den Arm nehme und mein Sohn mir mit der flachen Hand und laut kreischend hart ins Gesicht, auf die Augen, die Nase und die Wangen schlägt und mir wirklich, wirklich weh tut damit, dann könnte ich das auch. Ausflippen, meine ich. Ich setze ihn unsanft auf dem Boden ab, gehe in die Knie und sehe ihm fest in die Augen. Und wenn dann irgendetwas zerreißt und ich die Augen verdrehe und genervt durchatme, dann könnte es sein, dass ich das nicht mal metaphorisch meine.

    Ich springe überraschend behände wieder auf die Füße und betaste vorsichtig mein Hinterteil. Dort klafft unübersehbar ein langer Riss von ganz tief unten bis zum Gürtel hinauf und ich bin einen Moment lang glücklich, dass ich nicht die Hauptfigur in einem Marian Keyes Roman bin. Dann trüge ich jetzt unter meiner schwarzen Lieblingshose nämlich keinen teuren, ebenfalls schwarzen Body mit dem winzigen, silberfarbenen Krönchen einer bekannten deutschen Miederwarenmanufaktur am Ausschnitt, sondern einen verschossenen, ausgewaschenen Baumwollschlübber mit Retro-Blümchenmuster. Bin ich aber nicht - eine Romanfigur. Und immerhin hatten nur die besten Freunde meines Kindes einen Panoramablick auf mein Hinterteil. Also zerre ich meinen Pullover ein Stück weiter nach unten, so wie es eben geht, verabschiede mich mit einem gequälten Lächeln und schiebe das Kindlein durch die Tür nach draußen. Saved by the bell, mein Kind - dein Glück.

  • Nebenbei bemerkt

    Herr elbkind hat zum ersten Mal in fünfzehn Jahren einen Geburtstagswunsch. Einen ordentlichen. Nicht so etwas was wie letztes Jahr: Neue Schuhe! oder eine Heckenschere!, sondern etwas Richtiges. Und auch nicht eine Woche nach seinem Geburtstag, sondern beinahe rechtzeitig. Er wünscht sich nämlich Bettwäsche. Handgenäht und selber bestickt, versteht sich von selbst. Und ich habe sogar fast eine ganze Woche Zeit dafür.

    Vermissen Sie mich nicht, hören Sie?

  • Sweet Paul

    sweet paul

    Möglicherweise vermissen Sie mich ja. Ich bin nämlich gerade intensiv beschäftigt - damit, mich ordentlich satt zu sehen, beispielsweise. Sollten Sie dringend auch machen, wenn Sie mich fragen. (Klick auf das Bild, ab durch den Kaninchenbau und ... hoffnungslos im Wunderland verloren gehen.)

    Und wenn dieser Paule nicht außerordentlich sweet ist, dann weiß ich auch nicht.

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